Über Telegram gebe ich meinem KI-Agenten Aufgaben – für die Haussteuerung und, soweit eingerichtet, für weitere Anwendungen. Auch Anfragen mit mehreren Schritten hängen von den tatsächlich angebundenen Tools und Berechtigungen ab. Im Video zeige ich bewusst ein einfaches Beispiel: Ich lasse das Bürolicht über Home Assistant einschalten und bekomme die Rückmeldung direkt im Chat.
Der für mich entscheidende Unterschied zu meinem ersten Aufbau liegt beim KI-Zugang. Heute nutzt mein Agent Codex über mein bestehendes ChatGPT-Abo. Für diese Codex-Route in meinem Setup entstehen mir 0 € zusätzliche, separat abgerechnete OpenAI-API-Kosten. Das ChatGPT-Abo selbst kostet weiterhin Geld, und seine Nutzungslimits gelten.
Im kurzen Praxisvideo zeige ich, wie ich meinen Agenten über Telegram bediene und damit das Bürolicht einschalte.
Mein KI-Agent im Praxisvideo – auf YouTube ansehen.
Warum ich den KI-Zugang geändert habe
Einen eigenen Agenten über Telegram zu bedienen, fand ich von Anfang an spannend. Beim ersten Versuch lief die KI-Nutzung über ein separates, nach Verbrauch abgerechnetes API-Guthaben. Ich merkte schnell, wie rasch dieses Guthaben aufgebraucht war.
Ich wollte die Unterhaltung in Telegram behalten und zugleich den KI-Zugang nutzen, für den ich ohnehin schon bezahle. Nach einiger Recherche habe ich meinen Aufbau entsprechend umgestellt. Für mich fühlt sich die Bedienung weiterhin gleich an: Ich schreibe eine Nachricht und bekomme dort auch die Antwort.
Zwei Container bei mir, die KI außerhalb
Zu Hause laufen dafür zwei Container. Ein Container ist vereinfacht gesagt eine abgegrenzte Umgebung, in der ein Programm läuft. Einer der beiden Bausteine empfängt meine Telegram-Nachrichten, der andere stellt die Anbindung an die KI her.
Die eigentliche KI-Verarbeitung läuft nicht bei mir zu Hause, sondern extern beim Anbieter. „Cloud“ bedeutet hier genau das: Die Rechenarbeit findet auf fremden Servern statt. Meine beiden lokalen Container machen aus dem Agenten also keinen Offline-Dienst.
Vom Telegram-Text zum Bürolicht
Im Video schreibe ich sinngemäß: „Schalte das Licht im Büro ein.“ Die Nachricht gelangt zum Agenten, der über Home Assistant die Lichtsteuerung anstößt. Danach sehe ich die Bestätigung wieder in Telegram – und das Licht im Raum ist an.
Das macht den Ablauf für mich greifbar: Ich formuliere eine Aufgabe als Nachricht und sehe das Ergebnis direkt im Raum. Zum Bedienen bleibe ich in der Telegram-Unterhaltung mit meinem Bot.
Welche Aufgaben der Agent übernehmen kann
Das Bürolicht ist im Video bewusst ein einfaches Beispiel. Mein Agent kann auch komplexere Anfragen mit mehreren Schritten bearbeiten, soweit die dafür nötigen Tools angebunden sind. Welche Aufgaben er tatsächlich anstoßen darf, hängt von diesen Anbindungen, ihren Berechtigungen und meinen Freigaben und Sicherheitsgrenzen ab. Neben der gezeigten Haussteuerung wären etwa Dateien auf einem NAS oder weitere Anwendungen mögliche Anbindungen. Dafür wäre jeweils eine passende Einrichtung nötig.
Was sich für mich geändert hat
Für diesen Aufbau bleibt mein separates API-Guthaben seit der Umstellung unangetastet. Ich nutze meinen bestehenden ChatGPT-Zugang zu Codex und bewege mich dabei innerhalb der Nutzungslimits meines kostenpflichtigen Abos.
Wie ich die beiden Container eingerichtet und die Verbindung im Detail umgesetzt habe, könnte ich in einem zweiten Teil zeigen. Wenn dich das interessiert, schreib es mir in die Kommentare unter dem YouTube-Video.
